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Wir bieten Personen mit abgeschlossenem Hochschulstudium
in einer Humanwissenschaft, Personen, die im Begriff sind, ein solches Studium
abzuschließen und Personen, die im Pflegebereich tätig sind eine berufsbegleitende
dreijährige Zusatzausbildung in Logotherapie und Existenzanalyse an. Sie
ist vor allem für Ärzte, Pädagogen, Sozialpädagogen, Pfarrer,
Vertreter anderer helfender Berufe und Psychologen zum besseren Umgang mit eigenen
und im Beruf an sie herangetragenen Problemen gedacht.
Sie umfaßt 240 Stunden Grundausbildung, Supervision, sinnorientierte
Selbsterfahrung und Methoden-Seminare. Die Grundausbildung wird in Form von 8
Blockseminaren ( jeweils 4 Tage von Do-So / pro Block 30 Stunden ) vermittelt.
Die 8 Blockseminare werden auf 2 Jahre verteilt (4 pro Jahr). Die Ausbildung
schließt mit einem von der Deutschen Gesellschaft für Logotherapie
und Existenzanalyse e.V. verliehenen Zertifikat ab, welches zur ordentlichen
Mitgliedschaft in der Gesellschaft berechtigt und in Fachkreisen internationale
Anerkennung findet.
Langjährige Erfahrung in der Ausbildung hat uns gezeigt, daß die
konkrete Einübung von Methoden unter fachkundiger Anleitung sehr dazu beiträgt,
daß sich Therapeuten in der Ausübung ihres Berufes sicher fühlen.
Aus diesem Grunde bieten wir parallel zur Grundausbildung Methoden-Seminare an:
4 Blockseminare (jeweils von Do-So / pro Block 30 Stunden). Im Rahmen dieser
Seminare geht es um die systematische Einübung von psychotherapeutischen
Methoden. Jedes Blockseminar kann einzeln gebucht und parallel zur Grundausbildung
absolviert werden. Natürlich werden auch im Grundstudium viele Methoden
vermittelt und geübt, im Rahmen der Methoden-Seminare allerdings vorrangig
und intensiv. Die Methoden-Seminare können auch ohne die Grundausbildung
gebucht werden.
Warum kann eine Logotherapie-Ausbildung für Ärzte und Psychologen
wichtig sein?
- Weil jeder Arzt, jede Psychologin weiß, daß ein Großteil
somatischer Beschwerden Folge falscher Lebensführung ist. Gewinn einer gesunden
Lebensführung aber ist ein Hauptthema der Logotherapie;
- weil ausgezeichnete Ärztinnen und Psychologinnen über ein tragfähiges
Menschenbild und somit auch über philosophisch-anthropologische Kenntnisse
verfügen sollten;
- weil sie es lernen sollten, ihren Patienten einen optimalen Umgang mit ihrem
Krank-Sein zu vermitteln;
- weil Logotherapie wegführt vom Gefühl, dem Schicksal ausgeliefert
zu sein, den Menschen vielmehr freisetzt, sein Schicksal sinnvoll zu gestalten;
- weil Psychologen und Ärzte es häufig mit Patienten zu tun haben,
die im Zwischenfeld von Krankheit und Gesundheit dahintreiben, ihr Leben als
sinnlos empfinden, diffuse Ängste ausbilden, apathisch, übersättigt,
lebensmüde werden. Logotherapie aber ist gerade bei existentieller Frustration
angezeigt;
- weil sie im Blick auf neurotische Störungen Methoden an die Hand bekommen,
die u.U. sehr schnell wirken;
- weil Angehörige helfender Berufe auch etwas für sich selbst tun sollten.
Warum kann eine Logotherapie-Ausbildung für (Sozial)Pädagogen und
Pfarrer wichtig sein?
- Weil nicht wenige Lehrer und Schüler in Sinnkrisen geraten und sie
bewältigen müssen;
- weil Pfarrerinnen und Pädagoginnen neurotische, psychotische Störungen,
Persönlichkeitsstörungen erkennen und so mit den ihnen anvertrauten
Menschen umgehen sollten, daß Störungen vermieden werden;
- weil sie Modelle psychischer Gesundheit wahrnehmen sollten;
- weil sie Gesprächstechniken benötigen, um in optimaler Weise zu beraten;
- weil Menschen in Grenzsituationen Antwort auf die Sinnfrage suchen: alte Menschen,
sterbende, kranke, trauernde, extrem belastete;
- weil eine Pädagogik und Gemeindepädagogik, die den Menschen als sinnorientierte
Existenz wahrnimmt, die Pädagogik der Zukunft ist;
- weil Seel-Sorge auch Sinn-Sorge sein sollte.
Wenn Sie an den Kursen in Logotherapie interessiert sind, so buchen Sie nicht
die gesamte Ausbildung, sondern jeweils nur ein Semester (2 Blockseminare). Sie
können danach entscheiden, ob Sie die Ausbildung fortsetzen wollen.
Die Ausbildung verfolgt zwei Grundziele. Zum einen soll sie Angehörigen
helfender Berufe die Möglichkeit bieten, ihre berufliche Tätigkeit
zu optimieren. Zum anderen soll sie zur persönlichen Weiterbildung der betreffenden
Person beitragen; d.h. ihre Kompetenz, mit sich selbst und anderen in optimaler
Weise umzugehen, erhöhen.
Die Ausbildung findet an schönen Orten in Stuttgart und Tübingen
statt. Die Ausbildungsorte sind mit allen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Im übrigen
gilt die Maxime: eine theorielose Praxis ist blind und eine praxislose Theorie
ist überflüssig. Aus diesem Grunde gehört beides zusammen: eine
fundierte theoretische Ausbildung, denn nur sie lehrt präzise zu sehen,
was der Fall einer Störung ist, mit einer praxisorientierten Ausbildung,
denn um die optimale Bewältigung persönlicher und konkret-beruflicher
Probleme geht es letztlich.
Natürlich erfordern Kompaktseminare Konzentration. Überforderung
muß vermieden werden. Im wesentlichen ist dies durch methodische Vielfalt
zu leisten: Vortrag, Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Fallbesprechung, Selbsterfahrung,
Videoeinblendungen usw. wechseln ab. Außerdem ist abends genügend
Zeit zu geselligem Beisammensein. Bei den Ausbildungsgruppen hat sich die altersunspezifische
Struktur bewährt. Darüber hinaus bringt die berufliche Mischung der
Gruppenteilnehmer eine sehr lebendige Diskussion.
Jedes der 4 Semester der theoretischen Ausbildung besteht aus zwei Blockseminaren
(jeweils 30 h von Do-So) und schließt mit einer Prüfung und einer
Bescheinigung über den Prüfungserfolg ab. Jedes Semester ist als in
sich geschlossene Unterrichtseinheit konzipiert, d.h. man kann in jedem Semester
mit der Ausbildung beginnen. Nach dem Erwerb von mindestens 3 Bescheinigungen über
die erfolgreiche Absolvierung der Unterrichtssemester beginnt die Supervision.
In dieser Zeit geht es um die praktische Anwendung der erworbenen Kenntnisse
und um die Reflexion der Praxis im Mittel von Fallbesprechungen. Parallel zu
diesem Jahr oder danach kann ein Kontingent an sinnorientierter Selbsterfahrung
absolviert werden.
Zur gesamten Ausbildung gehören die Methoden-Seminare und Selbsterfahrung.
Das Institut bestätigt jeden Teil der Ausbildung mit einem Zeugnis. Um das
Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse
zu erwerben, sind folgende Ausbildungsteile zu absolvieren:4 Semester Grundausbildung,
2 Semester Methoden-Seminare, mindestens 50 Stunden Supervision und 50 Stunden
Selbsterfahrung.
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